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Die Achterbahnfahrt geht weiter inkl. Überraschungsgast

Nachdem es mir vor Wochenfrist so gut lief, wollte ich unbedingt zeigen, dass ich noch weiter vorne sein kann. Ich hatte einen guten Start aber investierte auch dementsprechend (zu)viel. Leider rutschte ich dann Rang um Rang wieder nach hinten und kam als 25. Ins Ziel. Dies bedeutete einen Startplatz aus der 4 Reihe und dies ist hier in Kanada nun wirklich nicht etwas, dass man sich wünscht. Die XCO Strecke ist nämlich gespickt mit Singletrails und schon bei trockenen Bedingungen eine der schwierigsten im Weltcupkalender. Dass es in der Nacht auf Sonntag noch so stark regnete, machte das Rennen noch spannender und spektakulärer.

Weiterlesen könnt ihr unter den Bildern von Robin Nevrala.

Nachdem ich vom Shortrace enttäuscht war, wollte ich umso mehr einen positiven Saisonabschluss erzielen. Meine Kanadische Teamkollegin, Jenn Jackson, startete gleich neben mir und sie legte einen Blitzstart hin. Ich versuchte ihr so gut es ging nach zu fahren und so war ich mehr oder weniger das ganze Rennen in Sichtweite zu ihr. Als sie dann in einer Runde plötzlich in der Techzone war, fand ich das sehr schade doch ich versuchte umso mehr einen guten Rang für uns beide herauszufahren. Mit den rutschigen Abfahrten kam ich gut zurecht aber die zum Teil sehr schlammigen, steilen Aufstiege waren kaum noch fahrbar und so mussten wir pro Runde mind. drei Mal vom Rad steigen. Es ging also darum, wer am wenigsten Fehler machte und am ruhigsten die schmierigen Abschnitte hinter sich brachte. Ich konnte mich von Runde zu Runde weiter nach vorne arbeiten. Ich befand mich auf Rang 11, als mir vor einem «Wassergraben» ein kleiner Fehler unterlief und ich einiges an Tempo einbüsste und von der Ideallinie abkam. Da es zum Bremsen bereits zu spät war, versuchte ich mit aller Kraft noch über das Loch zu springen doch leider reichte der Speed nicht mehr, um dieses ohne Problem zu überspringen. So knallte ich mit dem Hinterrad und voller Wucht auf den Absatz und dementsprechend ging die Felge zu Bruch. Die Defekthexe lässt einmal mehr grüssen. So wurde also wieder nichts mit einem super Ergebnis, denn obwohl es nicht einmal mehr eine halbe Runde bis ins Ziel war, verlor ich noch 11 Plätze. Meine Teamkollegin überholte mich dann wieder und sie erreichte mit dem 12. Rang ihre beste Weltcuprangierung. Ronja Blöchlinger, meine Schweizer U23 Kollegin, gewann am Morgen ihr Rennen und konnte sich so souverän zur Gesamtweltcupsiegerin küren. So war das Rennwochenende dann doch wieder irgendwie gerettet.

Naja, irgendwie passt mein Rennen zu dieser verkorksten Saison aber es hat mir gezeigt, dass ich mit den Top 10 mithalten kann und ich das Biken nicht verlernt habe. Dies nehme ich nun mit in die Pause und dann auch ins Wintertraining.


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