Riesige Überraschung an der Gracia Orlova

Tag 1

Die Strecke war 101,2 km lang und mit vielen kurzen Bergen gespickt. Wie an allen Rundfahrten gab es auf der ganzen Strecke Punkte für die Berg- und Sprintwertung zu gewinnen. Da die Berge nicht wirklich als Berge bezeichnet werden konnten, kamen mir die Aufstiege sehr entgegen. Ich konnte mich gut im Feld positionieren und bei jeder Wertung mitsprinten und holte fleissig Punkte. Beim Schlussanstieg liess meine Kraft nach und ich erreichte das Ziel als 66. Dank der fleissigen Punktejagd während der ganzen Etappe gewann ich das Trikot der aktivsten Fahrerin sowie das Bergpreistrikot.

Tag 2 Königsetappe

Ausgerechnet am einzigen Tag mit ein wenig Regen, ging es auf den 100 km auf über 1000 m.ü.M. Beim ersten Berg hatte es zuoberst dichten Nebel und die Temperaturen sanken auf ca. 5 Grad.

Das Tempo war von Anfang an ziemlich hoch und schon zu beginn des Aufstieges suchten die besten Fahrerinnen eine erste Vorentscheidung. So gab es eine Spitzengruppe von 10 Fahrerinnen. Ich war nach dem langen Aufstieg relativ weit hinten und konnte in der Abfahrt sehr viele Plätze gut machen. Ich hatte Glück und schloss sogar zur zweiten Verfolgergruppe auf. Nach einigen Kilometer holten wir sogar die erste Verfolgergruppe ein. Beim dritten von vier Bergen fiel ich nochmals aus der 33-köpfigen Gruppe weg, konnte in der Abfahrt jedoch wieder aufschliessen. Leider konnte ich die Trikots nicht verteidigen, doch der 42. Rang ist ganz gut.

Tag 3 zwei Etappen

Nach der kräfteraubenden Königsetappe standen gleich zwei Rennen auf dem Plan, am Morgen ein Einzelzeitfahren und am Nachmittag eine kurze Etappe (63,5 km). Ich konnte die 13,5 km super einteilen und war gut unterwegs. Das einzige Handicap war, dass ich im Gegensatz zu den meisten Anderen mit dem normalen Rennrad am Start war. Den Umständen entsprechend ist auch der 106. Rang mit Vorsicht zu werten.

Die kurze Zeit zwischen den zwei Einsätzen reichte nicht wirklich um sich zu erholen. Die Strassenfahrerinnen sind sich solche Belastungen eher gewohnt als ich und so hatte ich ziemlich Mühe im Feld zu bleiben. Bevor der Schlussanstieg richtig begann, ca. 3 km vor Schluss, gab es einen Sturz bei dem ich glücklicherweise ausweichen konnte, jedoch den Kontakt zur Gruppe verlor. Das Ziel erreichte ich als 72.

Tag 4

Vor der letzten Etappe waren meine Beine ziemlich müde und schwer. Ich freute mich auf die letzten 100,2 km und wusste, dass auch die anderen nicht mehr ganz frisch sind. Ich konnte mich sehr gut im Feld bewegen und sparte dadurch auf den insgesamt 6 Runden wertvolle Kraft für den Schluss. Es gab die ganze Zeit viele Angriffe und zwischenzeitlich auch eine Spitzengruppe, die jedoch in der letzten Runde wieder gestellt wurde. Zirka drei Kilometer vor Schluss entkamen zwei Fahrerinnen dem Feld und retteten 16 sec Vorsprung ins Ziel. Ich ersprintete aus dem Feld den sehr guten 9. Rang.

Die fünf Etappen waren sehr intensiv, lehrreich und spannend. Besten Dank Swiss Cycling und vor allem ein grosses Dankeschön an Edi, Thisu und Tom für die super Betreuung. Gemeinsam mit Andrea, Jutta, Katrin und Mirjam ging das Leiden und Kämpfen etwas leichter, vielen Dank dafür.

Ich freue mich nun auf eine etwas ruhigere Woche zu Hause, bevor es am Samstag in Solothurn schon wieder weitergeht.


Jutta, Katrin, ich (grünes Trikot für die Aktivste Fahrerin, gepunktetes Trikot für den Bergpreis), Mirjam und Andrea
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