Spannende Zeit in Rio

Bereits am 8. August 2016 ging das Olympia-Abenteuer für mich los. Gemeinsam mit den weiteren Schweizer Biker reiste ich jedoch nicht direkt ins Olympische Dorf sondern nach Itaipava. Das ist ein kleines Dorf ca. 1.5 Autostunden von Rio entfernt in den Bergen. Wir gingen dorthin weil wir dort sehr gute Trainingsbedingungen vorfanden. Es hatte in der Nähe viele Bikewege und auf der Strasse war der Verkehr im Gegensatz zu Rio noch überschaubar. Jeder von uns Fahrer hatte ein eigenes Bungalow.


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Das Essen war sehr fein und so konnten wir uns während einer Woche an die Zeitumstellung gewöhnen, anklimatisieren und uns optimal auf das grosse Rennen vorbereiten.

Dienstag, 16. August 2016

Am Morgen absolvierte ich gemeinsam mit Jolanda noch ein kurzes Training in Itaipava. Anschliessend zogen wir ins Olympische Dorf. Kurz nach der Ankunft wurden wir von den Swiss Olympic-Leuten empfangen und bestens betreut/informiert. Sie waren während der ganzen Zeit damit beschäftig, dass es uns allen gut geht und alles reibungslos funktioniert. Herzlichen Dank dafür. 😀

Es war gewaltig das riesige Essenszelt sowie die vielen Wohnblöcke voller Sportler aus nächster Nähe zu sehen und vor allem auch zu erleben. Am Abend ging ich noch auf die Rennbahn und schaute einige Wettkämpfe. Es war der erste Olympia-Wettkampf den ich live-verfolgte und somit stieg auch die Vorfreude auf mein Rennen.


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Mittwoch , 17. August 2016

Der erste Tag an dem die Strecke offen fürs Training war. Für uns hiess es nun für jedes Training per Shuttle-Bus von der Unterkunft zur Strecke fahren. Die Fahrt dauerte je nach dem 30 – 40 min und beinhaltete auch jedes Mal wieder eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen.

Viel geändert wurde an der Strecke nach dem Testevent nicht. Einzig die erste Kurve sowie ein neuer Rockgarden wurden angelegt.


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Donnerstag, 18. August 2016

Ich fühlte mich am Mittwoch bereits wieder so wohl auf der Strecke, dass ich das Streckentraining ausliess und statt dessen wie normal zwei Tage vor dem Rennen Ruhetag machte. Am Abend fand noch eine Pressekonferenz statt. Für mich war es eine ganz neue Erfahrung bereits vor einem Rennen den verschiedenen Medien Auskunft zu geben.


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Freitag, 19. August 2016

Am Morgen ging ich nochmals auf die Strecke und machte die finale Rennvorbereitung. Für mich heisst dass nochmals zwei-/drei Runden inkl. ein paar Antritte damit auch meine Beine wissen, dass am nächsten Tag ein Rennen ansteht.

Nachdem wir wieder im Athletendorf waren, erhielt ich noch Besuch von meinen Eltern und Kari. So zeigte ich ihnen wo wir wohnen und essen. Es war sehr schön für mich, dass meine Eltern dabei waren. Schliesslich haben sie mich erst auf diesen Weg gebracht und mich immer unterstützt.

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Samstag, 20. August 2016

Damit wir am Morgen nicht zu viel Zeit im Essenszelt verloren, konnten wir das Frühstück jeweils im Appartement nehmen, vielen Dank dafür an Bruno sowie auch an den ganzen Staff von Swiss Cycling. Ihr habt alles getan, damit es mir und den andern an nichts fehlte.

Zum Rennbericht geht es hier.

Nach dem wir wieder zurück im Village waren, gingen wir noch etwas Essen und erholten uns kurz im Zimmer bevor es dann am Abend noch in das House of Switzerland ging. Wir konnten dort mit den zwei Triathletinnen Nicola Spirig (Silbermedaille) und Jolanda Annen auf unsere super Leistungen anstossen.


(c) Christian Kuhn

Sonntag, 21. August 2016

Das Herrenrennen stand noch auf dem Programm. Nun konnte ich die unglaubliche Stimmung so richtig geniessen. Es hatte richtig viele Zuschauer und die Brasilianer/innen feuerten alle Fahrer gleich an. Speziell war auch, dass einige von ihnen mich erkannten und ein Foto wollten 😉

Am Abend war die Schlussfeier im bekannten Maracana Stadion. Schon als kleines Mädchen schaute ich jeweils die Eröffnungs- und Schlussfeiern im Fernseher, dass ich nun selber als Athletin dabei sein darf, war für mich ein sehr spezieller Moment. Dass ich dieses Erlebnis gemeinsam mit einer so tollen Truppe (im Speziellen Jolanda, Edi, Bruno, Yanick und Kurt) erleben durfte, machte das Ganze noch schöner. Noch emotionaler wurde es weil ich wusste dass Mami und Dädi im Station sind und mit Jolanda Annen eine weitere Urnerin ins Stadion einlief.

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Montag, 22. August 2016

Tag der Abreise und für mich Zeit eine Bilanz zu ziehen. Allgemeinen fühlte ich mich während der ganzen Zeit sehr sicher und auch Mücken hatte es nur vereinzelt. Es wurde alles etwas durch die Medien aufgebauscht. Auch das Essen im Athletendorf war nicht so schlecht. Man fand dank der grossen Auswahl immer etwas Essbares. Dass das Gemüse Mal etwas verkocht, das Fleisch trocken oder zäh ist, war ja auch irgendwie zu erwarten wenn man für über 10’000 Leute rund um die Uhr kochen muss.

Mit vielen grossartigen Erfahrungen, unvergesslichen Erlebnissen und vor allem auch gesund bin ich nun bereits wieder in der Schweiz. Und eins ist sicher, ich werde alles geben um in vier Jahren in Tokyo wieder dabei zu sein. Die erste Rennhälfte kenne ich inzwischen, jetzt muss ich nur noch an der Zweiten arbeiten 😛

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